Am Samstag, dem 28. November, begrüßte die 1. Vorsitzende Melanie Streck rund 220 Besucher in der Lußhardthalle Hambrücken zum Konzert 2015 des Musikverein 1878 Hambrücken e.V. Sie stimmte die Zuhörer bereits auf das zu erwartende Programm ein und verriet, dass das diesjährige Konzert ganz im Zeichen von Musicals und Theater stehen würde.

Das Jugendorchester unter der Leitung von Johannes Moritz

Nach den Begrüßungsworten nahm dann das Jugendorchester unter der Leitung von Johannes Moritz auf der Bühne Platz. Das Jugendorchester stellte nicht nur eine kontinuierliche Weiterentwicklung der ohnehin schon guten Leistung der letzten Jahre unter Beweis, sondern bot einen – für ein Jugendorchester – beachtlich ausgewogenen und dennoch kräftigen Klangkörper. Darüber hinaus ließen auch die gewählten Stücke und deren Schwierigkeitsgrad nicht gerade darauf schließen, dass da ein Jugendorchester auf der Bühne saß. Mit den Stücken „Les Misérables“, „Porgy and Bess“ und „Guliver’s Travels“ versetzte nicht nur das gesamte Jugendorchester als musikalische Einheit das Publikum in Begeisterung, sondern mit Julia Spänle, Fabian Veit und Jonas Debatin wussten einzelne Jugendliche auch bereits als Solisten zu überzeugen.

1. Vorsitzende Melanie Streck, Marcus Frey, Vorsitzender Bezirk Hardt Karl-Hein Debatin (v.l.n.r.)

Vor der Pause konnte der Musikverein Hambrücken und der Blasmusikverband Karlsruhe – repräsentiert durch den Vorsitzenden des Bezirks Hardt Karl-Heinz Debatin – einen unserer Musiker für dessen 30-jährige Aktivität auszeichnen: Marcus Frey. Außerdem konnte Melanie Streck repräsentativ für die seit Jahren sehr gute Jugendarbeit im Verein einer unsere Jungmusikerinnen für das Absolvieren des Jungmusikerleistungsabzeichens in Gold gratulieren: Veronika Dörr.

1. Vorsitzende Melanie Streck (li.), Veronika Dörr (re.)

Nach der Pause hieß es dann mit dem ersten Stück „Curtain Up!“ sprichwörtlich „Vorhang auf!“ für das dieses Jahr rund 60 mann- und fraustarke 1. Orchester des Musikverein Hambrücken. Unter der Leitung von Tobias Moritz konnte das 1. Orchester ebenfalls beweisen, dass man noch besser darin wurde, einen homogenen Klangkörper zu erzeugen. Durch Gastmusiker und deren zusätzlichen Instrumente schaffte man es, u.a. ein Englisch Horn und zwei Fagotte, aber auch ein E-Piano speziell für dieses Konzert klanglich wundervoll einzubetten. Letzteres sorgte dann auch für den imposanten Einstieg in das nächste Stück. Das dröhnende Donnern eines Helikopters setzte nämlich die akustische Szenerie für „Miss Saigon“ – das Musical welches die tragische Liebesgeschichte zwischen einer Vietnamesin und eines amerikanischen GIs während des Vietnamkriegs beschreibt. Klanglich ausdrucksstark wusste das 1. Orchester diese Geschichte brillant zu erzählen. In der Anmoderation des letzten Stückes „Symphonic Dances“ wies Tobias Moritz dann auf die Verbindung von symphonischen Tänzen zu Musicals hin. In dieser Bearbeitung von Ira Hearshen widmete man sich nämlich nicht der u.U. bekannteren Liedern sondern insbesondere der Tanzeinlagen des Musicals, welches im englischen Original „The Fiddler on the Roof“ hieß und im deutschsprachigen Raum als „Anatevka“ aufgeführt wurde. Tanzend beschwingt wollte man damit die Zuhörer in den restlichen Abend schicken. Doch diese quittierten die gehörten Leistungen mit stehenden Ovationen, so dass das Orchester nicht umhin kam, dem Begehren nach zwei Zugaben nachzukommen. Mit „Galop“ und „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ blieb man dem Motto treu und verabschiedete sich dann gebührend von seinem Publikum.

Das 1. Orchester unter der Leitung von Tobias Moritz